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Natur (Sterne, Wolken, Landschaften, Elemente, Pflanzen, Tiere, dein Leib...) ist Ausdruck und Wahrnehmung.
Alles weitere (Erfahrung, Dialog, Bewusstsein ...) kommt wie von selbst. Mein Begriffsraum:
Lexikon des Zwischen Dialogische Ästhetik ist ein theoretisch‑praktisches Programm, das die Trennung von Subjekt und Objekt überwindet und die Welt als Mitbewusstsein denkt. Sie versteht Kunst als Laboratorium neuer Wahrnehmungsweisen: durch Intra‑Aktion (wechselseitiges Hervorbringen von Akteuren), die Arbeit an Atmosphären und die Verdichtung ästhetischer Erfahrung wird Beziehung zur zentralen Kategorie. Ziel ist eine Ethik der Beteiligung: wer die Welt als antwortendes Gegenüber erlebt, verschiebt automatisch die Haltung von Herrschaft zu Sorge und Kooperation. Das Manifest formuliert konkrete Impulse — künstlerische Projekte, performative Formate und bildungspraktische Interventionen — die diese Vision in Alltag, Forschung und Kultur übersetzen.
Willkommen in einem Raum des gemeinsamen Entdeckens, in dem Mensch und Natur sich berühren und neue Formen des Wahrnehmens, Verstehens und Wirkens entstehen. Diese künstlerische Forschung lädt ein zu Dialog, Mitgefühl und schöpferischer Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft. Sie regt an, mitzudenken, mitzuwirken, mitzuwandern. Jede Begegnung, jedes Zuhören, jedes neue Wort trägt zum wachsenden Netz gemeinsamer Bedeutungen bei. Dialogische Ästhetik im Anthropozän fragt, wie Weltbeziehung heute aussehen kann, wenn Flüsse, Tiere, Landschaften, Atmosphären und Menschen gemeinsam auftreten. Wahrnehmung, Sprache und Begegnung greifen ineinander. Ein Weg am Fluss, ein Satz im richtigen Moment, ein stilles Staunen im Übergang zwischen Stadt und Mitwelt – aus solchen Erfahrungen entsteht hier ein Forschungsfeld. wundersam bildet einen Projektraum in diesem Feld. Gemeinsam mit Barbara Kastura entstehen Formate, in denen mehr-als-menschliche Wesenheiten anwesend werden: Naturexpeditionen, temporäre Räume , flanierende Sonntage, Dialogisches Arbeiten geschieht leiblich, im Gehen, im gemeinsamen Schauen, im achtsamen Sprechen. Ontologischer Applaus bezeichnet die Haltung dazu: eine bejahende Antwort auf das, was lebt und sich zeigt. Parallel dazu wächst ein zweiter Strang in Bildungs- und Pflegekontexten: Spür- und Dialogkompetenz als Grundlage lebendiger Unternehmenskultur. Texte, Dialogformate, Care-Perspektiven und politische Ökologie verbinden sich mit künstlerischer Forschung und einer reflektierten Arbeit mit Sprach-KI. Diese Seite sammelt Spuren dieser Praxis: Essays, Projektbeschreibungen, Einladungen, Versuche. Sie lädt dazu ein, sich auf eine Ästhetik einzulassen, die Welt nicht betrachtet, sondern anspricht – und antwortfähig wird für das Leben, das sie trägt. Im Zentrum dieser Seite steht eine künstlerische Forschungspraxis, die Wahrnehmung als Beziehungsarbeit versteht: mit Flüssen, Tieren, Landschaften, Atmosphären – und mit den Spannungen unserer Gegenwart im Anthropozän. Ausgangspunkt sind konkrete Wege, Orte und Begegnungen in und um Fürth, zugleich öffnen die Texte den Blick in größere Diskurse (u. a. Rechte der Natur, ökologische Kulturpraxis, Resonanz, Intra-Aktion). Die Schreibpraxis folgt dabei keinem geschlossenen Lehrsystem, sondern einer Werkstattlogik: Feldnotizen, Essays, Glossen, Zitatspuren und Gesprächsformen stehen nebeneinander und bilden ein wachsendes Archiv. Wo KI beteiligt ist, wird das transparent ausgewiesen (KI-Index).
Hier fünf Sortierungen als Navigationshilfe: Einstieg & Haltung: Start bei „Thema“ für Kontext und Leitfragen, dann weiter zu „Manifest“, um Haltung, Methode und Anspruch der dialogischen Praxis auf einen Blick zu erfassen. Texte & Material (Kultur-/Wissenschaftsöffentlichkeit / Studierende): „Sammlung“ als Lesepfad und Materialfundus, sowie "quer gelesen" für Methodik, Begriffe und die Projektlogik hinter den Texten. Erleben vor Ort: Einstieg über „Projektraum wundersam“ als Überblick, dann weiter zu „Flanierende Sonntage“ als laufendem, dokumentiertem Format im Stadtraum am Fluss. Kooperation & Förderung: Start bei „Vision“ (Zielbild/Modellprojekt) und gehe weiter zu „Dialog“ sowie „Publikationen“, um Einsatzfelder, Partnerlogik und bereits entstandene Outputs schnell zu erfassen. Experimentelle Texte und erweiterte Perspektiven: „Künstlerische Forschung“, "Glossen", "Geschichtsschreibung im Anthropozän" Dialog ist forschend –
in der Begegnung mit der Natur, außerhalb und innerhalb unserer selbst. Alleine, gemeinsam, still, im Gespräch, ergebnisoffen, undogmatisch – eine Schule der Listening Society. |
Selbstverortung
Ich arbeite im Feld der post‑growth infrastructures, dort, wo sich gesellschaftlicher Wandel durch alltägliche Praktiken der Wahrnehmung, Beziehung und Präsenz zeigt. Projekte wie wundersam und die flanierenden Sonntage – schaffen atmosphärische und soziale Räume, in denen Aufmerksamkeit sich verfeinert und neue Formen des Zusammenseins erprobt werden. In der Forschung werden solche Praktiken als bottom‑up‑Infrastrukturen beschrieben, die post‑growth‑Zukünfte ermöglichen (Campbell‑Verduyn & Kranke, 2025). Ich verstehe meine Arbeit als Teil dieses emergenten Feldes: als kulturelle Infrastruktur, die Resonanz fördert, ökologische Einbettung erfahrbar macht und andere Weisen des In‑der‑Welt‑Seins öffnet. Begriffskontext: Der Ausdruck „dialogische Ästhetik“ steht im kunsttheoretischen Diskurs u. a. im Anschluss an Grant H. Kester für dialogische, sozial situierte Kunstpraxis.
Ich knüpfe an diese Linie an und erweitere den Fokus in Richtung Anthropozän: Mitweltbezug, Care-Kontexte, Wahrnehmungsschulung und institutionelle Antwortfähigkeit. |